Nachbericht: Connect BW 2026 – Zukunftsforum für Glasfaser und Mobilfunk

„Zukunft gemeinsam vernetzen“

Die Connect BW 2026 fand am 14. und 15. Oktober 2026 in der Stuttgarter Liederhalle statt. Den Auftakt bildete am Vortag der Kommunalworkshop Roll-out-Management. Gemeinsam mit dem Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa Baden-Württemberg brachte die dibkom gGmbH Akteurinnen und Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen zusammen, um die Zukunft des Glasfaser- und Mobilfunkausbaus zu gestalten.

Im Mittelpunkt standen aktuelle Anforderungen, technologische Innovationen und praxisnahe Lösungen für leistungsfähige, sichere und zukunftsfähige digitale Infrastrukturen sowie ein Blick auf das Erreichte sowie Perspektiven des Glasfaser- und Mobilfunkausbaus in Baden-Württemberg.

 

Workshop am Vortag

Im Vorfeld der Connect BW 2026 führte ein Dozententeam der dibkom am 13. Oktober den Kommunalworkshop Roll-out-Management in der Stuttgarter Liederhalle durch. Der Workshop bildete den Auftakt der Veranstaltungstage und widmete sich praktischen Fragen der Steuerung und Umsetzung von Glasfaserprojekten von der Projektorganisation bis zum erfolgreichen Roll-out.

Über 30 Teilnehmende aus dem Innenministerium Baden-Württemberg, der kommunalen Praxis, Fachpersonal aus dem Stadtwerkeumfeld und weitere Netzdienstleister hatten Gelegenheit, an drei Praxisstationen Lösungen für Planungsprozesse zu entwickeln, ein breiteres Verständnis der Ausbauebenen (Homes Passed, Homes Connected, Aufbau des Hausverteilpunktes usw.) zu erlangen und die Bedeutung und Anwendung eines Materialkonzeptes zu durchdringen. Insbesondere die lebendige Workshop-Diskussion und der Erfahrungsaustausch wurden im Fazit der Beteiligten positiv hervorgehoben. Der Workshop stimmte gezielt auf die folgenden zwei Konferenztage ein.

 

 

Connect BW 1. Tag: Strategie, Politik und Resilienz

Der erste Veranstaltungstag widmete sich den strategischen und politischen Grundlagen des Netzausbaus. Diskutiert wurden unter anderem der Glasfaserpakt Baden-Württemberg, rechtssichere Kooperationsmodelle und die Anforderungen an resiliente Netzinfrastrukturen.

Deutlich wurde: Ein erfolgreicher Ausbau erfordert neben technischen Lösungen vor allem verlässliche Rahmenbedingungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Wirtschaft und Verwaltung.

 

Connect BW 2. Tag: Technologie, Innovation und Zukunft

Am zweiten Tag standen die nächsten Schritte der digitalen Infrastruktur im Fokus. In Keynote und Podiumsdiskussion ging es um die Entwicklung vom klassischen Netz zur verteilten Infrastrukturplattform – etwa im Zusammenspiel von 6G, Satellit, Edge, Cloud und Resilienz.

Das Praxisforum beleuchtete konkrete Ansätze für einen schnelleren und intelligenteren Glasfaserausbau. Themen waren alternative Verlegemethoden, Erfahrungen mit der Glasfaserinstallation in der Netzebene 4, intelligente Lösungen für einen kostengünstigen Etagen- und Wohnungsanschluss im Mehrfamilienhaus-Modell sowie die Auswirkungen gekündigter FTTH-Kooperationsverträge auf Kommunen. Ein abschließender Blick wandte sich auf die Ausbaudynamik des Glasfaserausbaus in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. Unterschiedliche Anforderungen, Learnings durch Ausbaukooperationen und der Wunsch nach einem engagierten Vorankommen wurden über die gesamte Veranstaltung deutlich.

 

Austausch und Networking

Die begleitende Fachausstellung bot Raum für Gespräche mit Unternehmen aus Planung, Bau, Technik und Betrieb. Zahlreiche persönliche Begegnungen unterstrichen die Rolle der Connect BW als zentrales Branchentreffen für den Breitband- und Mobilfunkausbau in Baden-Württemberg.

Die Veranstaltung wurde vom VATM – Verband der Anbieter im Digital- und Telekommunikationsmarkt – als Programmpartner begleitet. Medienpartner war cable!vision Europe. Den Nachbericht der cable!vision Europe finden Sie hier.

 

 

Dank und Ausblick

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Referentinnen und Referenten, Teilnehmenden, Partnerinnen und Partnern sowie Ausstellenden, die die Connect BW 2026 mitgestaltet haben.

Die zweite Ausgabe des Zukunftsforums hat gezeigt, wie wichtig der Dialog zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft für den weiteren Ausbau digitaler Infrastrukturen ist. Die Connect BW wird auch künftig ein Ort sein, an dem Herausforderungen besprochen, Innovationen sichtbar gemacht und Kooperationen vorangetrieben werden.

Fotos (c) dibkom/ Christian Mang